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18. Juni 2026

Teuer und unsozial: Münsters Grüne kritisieren GEG-Reform

Müns­ter, 18.06.2026

Mit deut­li­cher Kri­tik haben Müns­ters Grüne auf den Geset­zes­ent­wurf zur Reform des Gebäu­de­en­er­gie­ge­set­zes (GEG) reagiert. Beson­dere Pro­bleme lie­gen laut Mei­nung der Grü­nen in der stei­gen­den Abhän­gig­keit von Impor­ten und den unbe­re­chen­ba­ren Kos­ten für Mieter*innen.

Syl­via Rie­ten­berg, Grüne Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete für Müns­ter, kom­men­tiert: „Hier sieht man, in wel­che Posi­tion die Union sich durch ihre popu­lis­ti­sche Kri­tik am GEG der Ampel­re­gie­rung gebracht hat: Statt wirk­li­che Pro­bleme für Mieter*innen zu lösen, treibt sie die Men­schen in die Heiz­kos­ten­falle und zemen­tiert Deutsch­lands Abhän­gig­keit von kli­ma­schäd­li­chen Ener­gie­im­por­ten. Die­ses schlechte Gesetz ist ein mas­si­ver Rück­schritt und droht so in Karls­ruhe kas­siert zu wer­den. Wir wer­den im Deut­schen Bun­des­tag sehr deut­lich machen, dass die­ser Geset­zes­ent­wurf so nicht beschlos­sen wer­den darf, denn er ist rechts­un­si­cher, gefähr­det bezahl­ba­res Hei­zen, die Kli­ma­ziele und eine ganze Bran­che.“

Robin Korte, Grü­ner Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter für Müns­ter und Vor­sit­zen­der des Aus­schus­ses für Wirt­schaft, Indus­trie, Kli­ma­schutz und Ener­gie im Land­tag NRW, ergänzt: „Das geplante neue Hei­zungs­ge­setz ist eine klima- und ener­gie­po­li­ti­sche Bank­rott­erklä­rung der Bun­des­re­gie­rung. Gerade im Gebäu­de­sek­tor braucht es eine ver­läss­li­che Poli­tik, um die Trans­for­ma­tion in der Ener­gie­ver­sor­gung zu schaf­fen und Kli­ma­ziele zu errei­chen. Wer hier statt­des­sen auf Druck der Gas­lobby stän­dig neue und unprak­ti­ka­ble Rege­lun­gen beschließt, schä­digt das Ver­trauen der Hauseigentümer*innen und macht not­wen­dige Inves­ti­tio­nen in eine zukunfts­fä­hige Wär­me­ver­sor­gung unmög­lich.“

Bir­git Wol­ters, Grüne Land­tags­kan­di­da­tin im Wahl­kreis Müns­ter I – Stein­furt IV und Spre­che­rin des Grü­nen Kreis­ver­ban­des, kom­men­tiert abschlie­ßend: „Auch für Mieter*innen ist die geplante GEG-Reform eine schlechte Nach­richt, denn sie schafft für Vermieter*innen den Anreiz, neue fos­sile Hei­zun­gen ein­zu­bauen. Wenn fos­sile Ener­gien dann in den kom­men­den Jah­ren durch den CO2-Preis und inter­na­tio­nale Ent­wick­lun­gen teu­rer wer­den, müs­sen die Mieter*innen die Kos­ten tra­gen, ohne selbst über die Art ihrer Hei­zung ent­schei­den zu kön­nen.“