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Grüne: Kein Sozialabbau auf Kosten von Kindern, Familien und Menschen mit Behinderungen

Müns­ters Grüne leh­nen die kürz­lich bekannt gewor­de­nen Kür­zungs­pläne einer Bund-Län­der-Arbeits­gruppe bei der Kin­der- und Jugend­hilfe sowie bei Leis­tun­gen für Men­schen mit Behin­de­run­gen ent­schie­den ab. “Was im Kanz­ler­amt Effi­zi­enz­ge­winne genannt wird, sind in Wahr­heit mas­sive Leis­tungs­ein­schrän­kun­gen für die Schwächs­ten unse­rer Gesell­schaft”, stellt Müns­ters Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Syl­via Rie­ten­berg klar. “Statt not­wen­dige Struk­tur­re­for­men anzu­ge­hen und über­flüs­sige Büro­kra­tie abzu­bauen will die Bun­des­re­gie­rung an den fal­schen Stel­len spa­ren. Des­halb hat meine Frak­tion eine Aktu­elle Stunde im Bun­des­tag bean­tragt, die heute/am Frei­tag stattfindet/fand.” Die Grü­nen for­mu­lie­ren dafür klare Prio­ri­tä­ten: Büro­kra­tie­ab­bau ja, aber nicht auf Kos­ten von Kin­dern, Fami­lien und Men­schen mit Behin­de­run­gen. Bir­git Wol­ters, Spre­che­rin der Müns­te­ra­ner Grü­nen, bemän­gelt: “Die ange­kün­dig­ten Ein­schnitte tref­fen im Kern Fami­lien, Kin­der, Men­schen mit Behin­de­rung und Allein­er­zie­hende, also die vul­nerabels­ten Grup­pen unse­rer Gesell­schaft. Das gefähr­det den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt.” So sei die Strei­chung indi­vi­du­el­ler Rechts­an­sprü­che auf Schul­be­glei­tung, die Ein­schrän­kung des Wunsch- und Wahl­rechts von Men­schen mit Behin­de­rung, die Abschaf­fung der Nach­be­treu­ung jun­ger Erwach­se­ner aus der Jugend­hilfe und Kür­zun­gen beim Unter­halts­vor­schuss für Allein­er­zie­hende vor­ge­se­hen. “Einige Vor­schläge wider­spre­chen dabei auch der UN-Behin­der­ten­rechts- und der UN-Kin­der­rechts­kon­ven­tion,” betont Wol­ters. Tobias Stieb Co-Spre­cher des Grü­nen Kreis­ver­ban­des kri­ti­siert: “Das alles passt nicht zum Lebens­all­tag vie­ler Men­schen. Die Vor­schläge grei­fen tief in die Rechts­an­sprü­che auf Teil­habe ein und las­sen Men­schen im Stich, die drin­gend Unter­stüt­zung benö­ti­gen. Das ist ein Schritt in die völ­lig fal­sche Rich­tung.” Statt­des­sen brau­che es aus Sicht der Grü­nen, den Mut für echte Struk­tur­re­for­men. Dass nun in der Dis­kus­sion ist, Leis­tun­gen für Arbeitnehmer*innen sowie Bei­trags­zah­lende zu kür­zen, sei hin­ge­gen das fal­sche Signal. Die Grü­nen in Müns­ter und im Bund setz­ten sich hin­ge­gen für eine Poli­tik ein, die Teil­habe sichert und Büro­kra­tie abbaut, ohne die Schwächs­ten zu belas­ten.