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16. Oktober 2026

Korte und Rietenberg: Reaktivierung der WLE-Strecke ist Durchbruch für den Schienenverkehr im Münsterland

Der Weg ist frei zur Reak­ti­vie­rung der Bahn­stre­cke zwi­schen Müns­ter und Sen­den­horst: Lan­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Oli­ver Kri­scher (GRÜNE) hat am heu­ti­gen Frei­tag den För­der­be­scheid für den Aus­bau der Stre­cke an die West­fä­li­sche Lan­des-Eisen­bahn (WLE) über­ge­ben. Damit kön­nen die Bau­maß­nah­men zum ers­ten Pro­jekt der S‑Bahn Müns­ter­land begin­nen. Sen­den­horst, Albers­loh und die süd­öst­li­chen Stadt­teile Müns­ters erhal­ten so einen direk­ten Schie­nen­an­schluss an den Haupt­bahn­hof Müns­ter.
Dazu erklärt Robin Korte, direkt gewähl­ter Grü­ner Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter aus Müns­ter: „Mit dem heu­ti­gen Tag hat die Reak­ti­vie­rung der WLE end­lich Finan­zie­rungs­si­cher­heit. Für die Ver­kehrs­an­bin­dung von Grem­men­dorf, Angel­modde, Wol­beck und Sen­den­horst ist das ein ech­ter Durch­bruch. Tau­sende Pend­le­rin­nen und Pend­ler erhal­ten künf­tig eine direkte Schie­nen­ver­bin­dung zum Haupt­bahn­hof in Müns­ter. Davon pro­fi­tie­ren nicht nur die Fahr­gäste, son­dern auch unsere Stra­ßen und die Umwelt wer­den ent­las­tet.
Syl­via Rie­ten­berg, direkt gewählte Grüne Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete aus Müns­ter, ergänzt: „Ich begrüße sehr, dass die Lan­des­re­gie­rung die Finanz­mit­tel aus dem Gemein­de­ver­kehrs­fi­nan­zie­rungs­ge­setz in unsere Region flie­ßen lässt und der Aus­bau der Stre­cke und der Hal­te­punkte nun end­lich begin­nen kann. Dafür haben sich Grüne auf allen Ebe­nen seit Jah­ren ein­ge­setzt. Die Finan­zie­rung ist jetzt auch des­halb mög­lich, weil wir Grüne in der Ampel-Regie­rung die Finanz­mit­tel für Inves­ti­tio­nen in unse­ren Schie­nen­ver­kehr deut­lich erhöht haben.”

Zum Hin­ter­grund
1975 wurde der Per­so­nen­ver­kehr auf der 1903 eröff­ne­ten Bahn­stre­cke zwi­schen Müns­ter und Sen­den­horst ein­ge­stellt. Durch die Reak­ti­vie­rung sol­len auf der rund 21 Kilo­me­ter lan­gen Ver­bin­dung wie­der Per­so­nen­züge als Linie S68 ver­keh­ren. Den Pla­nun­gen zur Folge wer­den mehr als 10.000 Fahr­gäste die Stre­cke an Werk­ta­gen nut­zen. Mit dem Plan­fest­stel­lungs­be­schluss der Bezirks­re­gie­rung Müns­ter vom 30. Januar 2026 liegt bereits das not­wen­dige Bau­recht für die Erneue­rung der Stre­cke vor.
Durch die Finan­zie­rungs­zu­sage des Bun­des und des Lan­des NRW wurde nun auch die ent­schei­dende finan­zi­elle Hürde genom­men: Dabei stam­men rund 90 Pro­zent der för­der­fä­hi­gen Kos­ten (161 Mil­lio­nen Euro von 187 Mil­lio­nen Euro Gesamt­kos­ten) aus Mit­teln die der Bund über das Gemein­de­ver­kehrs­fi­nan­zie­rungs­ge­setz (GVFG) an die Län­der wei­ter­reicht. Diese wer­den vom Land NRW mit wei­te­ren 9 Mil­lio­nen Euro ergänzt. Wei­tere Kos­ten trägt die West­fä­li­sche Lan­des-Eisen­bahn (WLE).