Rietenberg: Sozialstaatsreform gemeinsam angehen
Anlässlich des Berichtes der Kommission zur Sozialstaatsreform fordert die Grüne Bundestagsfraktion in einem Positionspapier nun konkrete Schritte zu gehen und bietet Mitarbeit bei der, für viele der enthaltenen Vorschläge notwendigen, Grundgesetzänderung an. „Von der Kommission werden viele Vorschläge dargelegt, die auch die wir Grünen fordern. Wir begrüßen die enthaltenen guten Ansätze, besonders im Bereich Digitalisierung und für einen bürgerfreundlichen Sozialstaat. Aber klar ist: Die wichtigsten Reformvorschläge zur Bündelung von Leistungen und Reform der Sozialgesetzbücher II und XII wird derzeit keine Regierung alleine umsetzen können. Das vorgeschlagene, weitgehende Ende der Trennung zwischen Jobcenter und Sozialamt und verpflichtende einheitliche digitale Systeme für alle (Sozial-) Behörden brauchen eine Grundgesetzänderung. Als konstruktive Opposition stehen wir einer Grundgesetzänderung offen gegenüber – wenn es in die richtige Richtung geht und die Leistungen für die Menschen nicht verschlechtert werden. Um den Sozialstaat zukunftsfähig zu machen, braucht es eine Zusammenarbeit der demokratischen Kräfte. Für unser Land, für den Zusammenhalt der Gesellschaft“, sagt Sylvia Rietenberg, die für Münster direkt gewählte Abgeordnete. Neben der Kritik an den ausbleibenden Reformen macht die Grüne Bundestagsfraktion in den entscheidenden Sozialstaatsfragen der Regierungskoalition in dieser schwierigen Zeit ein Angebot. „Die Menschen sind enttäuscht vom ideologischen Streit und wünschen sich von der Bundesregierung mehr Mut, die Dinge anzupacken.“ Es zeige sich doch, dass viele Vorschläge der Sozialstaatskommission von fast allen Seiten inhaltlich anerkannt sind und als dringend notwendig begrüßt werden.
Unser Positionspapier finden Sie hier