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Münsters Grüne: Umwelt- und Naturschutz sind nicht optional

Mit gro­ßem Befrem­den haben Müns­ters Grüne auf aktu­elle Pläne der schwarz-roten Bun­des­re­gie­rung reagiert, die Kla­ge­rechte für Umwelt­ver­bände deut­lich ein­zu­schrän­ken. Mit der Reform des Umwelt-Rechts­be­helfs­ge­set­zes würde es für Umwelt­ver­bände in Zukunft schwie­ri­ger, Ver­stöße gegen Natur­schutz­recht gericht­lich stop­pen zu las­sen.

Müns­ter direkt­ge­wählte Grüne Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Syl­via Rie­ten­berg kom­men­tiert: “Die­ser Geset­zes­ent­wurf ist mal wie­der der Ver­such der Bun­des­re­gie­rung, zivil­ge­sell­schaft­li­che Bünd­nisse zu schwä­chen, ver­mut­lich weil ihnen deren Posi­tio­nen nicht pas­sen. Aber die Rechte die­ser Ver­bände ein­zu­schrän­ken, ist eine Schwä­chung unse­rer Demo­kra­tie. Kri­ti­sche Stim­men zum Schwei­gen zu brin­gen, zeigt auch, wel­che Prio­ri­tät der Umwelt- und Natur­schutz für diese Regie­rung hat. Was wir jetzt eigent­lich bräuch­ten, sind klare Bekennt­nisse und Gesetze für die Stär­kung von Natur- und Umwelt­schutz.”

Jörg Ros­tek, Co-Spre­cher des Grü­nen Kreis­ver­bands, ergänzt: “Die Umwelt­ver­bände leis­ten eine unver­zicht­bare Arbeit zum Schutz unse­rer Natur und Umwelt. Immer wie­der sind sie dabei auch auf recht­li­che Mit­tel ange­wie­sen, um die Ein­hal­tung von Umwelt- und Natur­schutz­ge­set­zen sicher­zu­stel­len. Diese Mög­lich­keit darf nicht ein­ge­schränkt wer­den, denn Umwelt- und Natur­schutz wird in Zukunft ange­sichts des Kli­ma­wan­dels immer wich­ti­ger wer­den.”

Co-Spre­che­rin Bir­git Wol­ters ergänzt: “Das Manö­ver der Union ist so durch­schau­bar wie bekannt. Anstatt sich mit eige­nen Ver­säum­nis­sen in der Ver­gan­gen­heit aus­ein­an­der­zu­set­zen, greift sie die Zivil­ge­sell­schaft an und macht sie zum Sün­den­bock für ver­schleppte Pla­nun­gen. Aber der Zustand der Brü­cken in Deutsch­land liegt nicht an den weni­gen jähr­li­chen Umwelt­kla­gen, son­dern an jah­re­lan­ger Fehl­prio­ri­sie­rung ver­schie­de­ner CSU-Ver­kehrs­mi­nis­ter.”